Die Veranstaltung ist nur möglich durch das ehrenamtliche Engagement der Referent*innen.
An dieser Stelle deshalb: Ganz herzlichen Dank!
Dr. Kristina Bedijs
Leitung AG 6 "Theoretische Grundlagen von Frauenbewegung, Feminismus und Gleichstellungspolitik"
Dr. Kristina Bedijs hat Romanistik, Medien- und Kommunikationswissenschaft und Komparatistik studiert – und festgestellt, wie unsichtbar Frauen selbst in Fächern sind, die mehrheitlich von Frauen studiert werden: männlich geprägte Literaturkanones, Theorien von Männern über Sprache, Literatur, und Medien, männlich dominierte akademische Karrierewege…
Während der Arbeit an ihrer Promotion in französischer Sprachwissenschaft an der Universität Göttingen begann sie nebenbei, Machismo in der Popmusik zu erforschen, und stieg dann in der Postdocphase auch tiefer in die Genderlinguistik ein. Sprachliche Gerechtigkeit, Sichtbarkeit und Diskriminierungsfreiheit bilden ihr wissenschaftliches Feld – Gleichberechtigung, faire Chancen für alle und Freiheit von Klischees und Stereotypen ihr privates. Dabei ist sie davon überzeugt, dass sich Theorie und Praxis nicht mehr trennen lassen, wenn die Auseinandersetzung mit feministischen Fragestellungen einmal angefangen hat.
Beruflich ist sie nach Stationen an den Universitäten Hildesheim und Kassel nun zuständig für die Wissenschaftskommunikation am Studienzentrum der evangelischen Kirche für Genderfragen in Hannover.
Rea Eldem
Podiumgast zu "Theorie und Praxis betrieblicher Gleichstellungsarbeit" & Leitung AG 3 "Sprechen und Ansprechen" (zusammen mit Sophie Wohltgemuth)
Im Rahmen ihres Master Studiums in Gender Studies an der University of Cambridge hat sich Rea Eldem mit Weiblichkeitsbildern und Schönheitsidealen beschäftigt. Ihre Forschung führte sie bis nach Südkorea, wo sie mit jungen koreanischen Frauen über ihre Körper, Vorstellung und Ideale sprach. In Cambridge beschäftigte sie, neben Weiblichkeitsbildern, vor allem die Beobachtung, dass der Wissensschatz der Gender Studies oft keine Brücke zur Allgemeinheit schlägt und innerhalb des akademischen Elfenbeinturms verhaftet bleibt. Um praktische Zugänge und Berührungspunkte mit Genderthemen zu schaffen, gründete Rea Eldem zunächst mit Sophie Wohlgemuth we perspective um Trainings für Unternehmen anzubieten. 2019 entstand Rea Eldems weitere Marke In-Visible, mit der sie seitdem Unternehmen mittels nutzer*innenzentrierten Arbeitweisen bei ihrem Transformationsprozess hin zu einer gleichberechtigten Organisationskultur berät und befähigt. Sie ist außerdem Dozentin an der School of Design Thinking des Hasso-Plattner Instituts in Potsdam.
Jennifer Grafe
Vortrag „Nein heißt Nein“ - Das (neue) Sexualstrafrecht zwischen Moral und Praktikabilität
Den Bezug zu feministischen Themen und ihrer gesellschaftlichen Bedeutung erkannte die Dipl. iur. Jennifer Grafe schon früh zuvorderst während ihrer parteipolitischen Tätigkeit. Neben energierechtlichen Fragen liegt ihr Forschungsschwerpunkt im Bereich des (neuen) Sexualstrafrechts. Die feministische Rechtswissenschaft integriert sie dabei als Methode in ihre tägliche Arbeit. Während der Mitwirkung an der Organisation des Studienstiftungsseminars „Der Mann als Feminist!?“ begann sie, sich zunehmend mit den Grenzfragen des Rechts auseinanderzusetzen und versucht ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das Strafrecht als ultima ratio keine Lösung für alle (!) gesellschaftlichen Probleme bilden darf.
Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Strafrecht und Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und internationales Strafrecht am Lehrstuhl von Prof. Dr. Gereon Wolters an der Ruhr-Universität Bochum und beendet derzeit ihr Rechtsreferendariat am Landgericht Essen.
Tuomo Hatakka
Podiumsgast zu "Theorie und Praxis betrieblicher Gleichstellungsarbeit"
Tuomo Hatakka ist Vorsitzender der Geschäftsführung der Vattenfall GmbH und Vattenfall Senior Vice President Business Area Heat. Er ist beruflich tätig in Führungspositionen in Großbritannien, Polen, Schweden, Deutschland.
Darüber hinaus ist er seit Juli 2017 als Diversity & Inclusion Officer der Vattenfall-Gruppe aktiv. Tuomo Hatakka etablierte einen jährlichen „Diverse Energy Day“ in Vattenfall, an dem vielfältige Aktionen in den internationalen Unternehmensstandorten stattfinden. Er wirkte als Mitglied der Konzernleitung an der Selbstverpflichtung des Unternehmens mit, mindestens 35 Prozent der Führungspositionen mit Frauen zu besetzen.
Persönlich ist er besonders daran interessiert, auf unconscious bias, die unbewussten Vorurteile, aufmerksam zu machen und so zu deren Überwindung beizutragen.
Dr. Christine Kurmeyer
Podiumgast zu "Theorie und Praxis betrieblicher Gleichstellungsarbeit"
Seit 2006 arbeitet Dr. Christine Kurmeyer als Zentrale Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Die Sozialpsychologin engagiert sich bereits seit fast zwanzig Jahren in sehr unterschiedlichen Bereichen für die Chancengerechtigkeit und Gleichstellung von Frauen und Männern in der Wissenschaft. In diesem Zusammenhang initiierte sie zahlreiche Mentoring-Programme für Frauen und ist Mitbegründerin der Deutschen Gesellschaft für Mentoring.
Zu ihren aktuellen Schwerpunkten zählen die Karriereberatung von Wissenschaftlerinnen, die Durchführung von Kurzinterventionen zur Verbesserung der Kommunikation in Teams sowie die die Veränderung der strukturellen Barrieren für Frauen in der Universitätsmedizin.
Lyn von der Laden
Leitung AG 5 "Male Allies - Wie können Männer Gleichberechtigung voranbringen?" (zusammen mit Matthias Schneider)
Lyn von der Laden hat 2018 die Studienstiftungsveranstaltung Der Mann als Feminist!? im Rahmen der Programmlinie "gemeinsam" initiiert und gestaltet seitdem Workshops zu
Male Allyship. Sie ist außerdem Initiatorin und Co-Autorin der Broschüre Gleichstellung - auch Männersache! Mit kritischer Männlichkeitsforschung setzt sie sich seit ihrem Psychologiestudium auseinander - mit
Schwerpunkt auf Erwerbsarbeit und Organisationen. Sie war in verschiedenen feministischen Kontexten aktiv, u.a. in der Leitung eines Workshops zu Antisexismusarbeit für die
Heinrich-Böll-Stiftung, durch die Initiierung von Frauengruppen und mitwirkend bei One Billion Rising in Bremen. Außerdem konnte sie Erfahrungen sammeln in der Frauenkarriereförderung in einem
Konzern.
Derzeit beendet sie ihren Master in Wirtschaftspsychologie an der Universität Bremen.
Prof. Dr. Roswitha Pioch
Podiumgast zu "Theorie und Praxis betrieblicher Gleichstellungsarbeit" und Leitung AG 1: "Gleichstellung im Arbeitsleben"
Prof. Dr. Roswitha Pioch hat ein Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Evang. Theologie an der
Philipps-Universität Marburg absolviert. Darauf folgte ihre Promotion, Dr. rer. pol. über Gerechtigkeitsvorstellungen in der Sozialpolitik – Deutschland und Niederlande im Vergleich an der Universität Leipzig. Sie hat als wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc) am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln gearbeitet und hatte Vertretungsprofessuren an den
Universitäten Duisburg-Essen und Kassel inne. Seit 2009 ist sie Professorin für Politische Zusammenhänge der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Kiel sowie Lehrbeauftragte an der Christian-Albrechts-
Universität zu Kiel. Von 2010-2013 war sie Direktorin des Genderinstituts der FH Kiel. Ihre aktuellen
Forschungsschwerpunkte sind Sozialpolitik, Sozialstaatstheorie, Genderpolitik und feministische Theorie,
Arbeitsmarktpolitik, Europapolitik und Migrationspolitik.
Magdalena Rodekirchen
Leitung AG 4: "United, but different - intersektionaler Feminismus in Theorie und Praxis"
Magdalena Rodekirchen (MR) beschäftigt sich seit 2013 mit Intersektionalität in theoretischen Ansätzen und politischen Bewegungen zunächst motiviert durch Erfahrungen in persönlichen Zusammenhängen und dann zunehmend in der eigenen politischen Praxis und Forschung.
MR fokussierte sich anfänglich auf Fragen sozialer Ungleichheit entlang der Dimensionen soziales Geschlecht (gender), Klasse, Ethnie und Queerness im Kontext von Umwelt- und Entwicklungspolitik. Seit 2017 konzentriert sich MRs Forschung auf Chancen und Grenzen von Intersektionalität als Analyseinstrument und als Mittel politischer Mobilisierung im Kontext von Mensch-Natur Verhältnissen. So widmet sich MRs Promotion am Sustainable Consumption Institute der University of Manchester der Entwicklung eines Forschungsansatzes, welcher intersektionale, post-koloniale und posthumane Perspektiven mit kreativen Methoden der qualitativen Forschung verbindet.
Außerhalb der Forschung arbeitete MR für zivilgesellschaftliche Organisationen im Bereich Geschlechterungleichheiten im Kontext von Klimawandel und Entwicklung, sowie zu Gender-Mainstreaming in Nachhaltigkeitsprojekten eines Klimafonds. Privat engagiert sich die AG-Leitung in queeren Bewegungen in Deutschland und Großbritannien.
Matthias Schneider
Leitung AG 5 "Male Allies - Wie können Männer Gleichberechtigung voranbringen?" (zusammen mit Lyn von der Laden)
Matthias Schneider ist Doktorand an der Goethe-Universität Frankfurt im Gebiet der Männlichkeits- und Fluchtforschung. Seit seinem Masterstudium untersucht er die Konstruktion von Männlichkeit an vielfältigen Phänomenen: Popmusik und Film, Coaching und Beratung, Migration und Flucht, Männerbünde – um ein paar zu nennen.
Neben der Theorie stand für ihn von Anfang an auch die Praxis der Veränderung von Gesellschaft im Vordergrund. Er unterstützte und sammelte Erfahrung in verschiedenen feministischen Gruppen und Netzwerken in Kopenhagen und New York und begann selbst die Planung und Organisation von Workshops, Vorträgen und Aktionstagen als studentischer Referent für Gleichstellung an der Universität Bamberg.
Verena Suchhart-Kroll
Leitung AG 2 "Wege zur Gleichstellung in der katholischen Kirche?"
Verena Suchhart-Kroll ist katholische Theologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Sie hat in Münster und Durham (UK) Theologie studiert und dabei die theologische Genderforschung als einen Schwerpunkt in den verschiedenen theologischen Fächern verfolgt – von feministischer Bibelauslegung über die Geschichte des theologischen Frauenstudiums bis zu praktischen Fragen gelebter Geschlechtergerechtigkeit. In Ihrer Promotion beschäftigt sie sich mit praktisch-theologischer Bibelhermeneutik, d.h. mit der Frage, wie gegenwärtige Herausforderungen verantwortet mit möglichen Anregungen aus biblischen Texten in ein Gespräch gebracht werden können. Zudem ist sie im Dialog zwischen verschiedenen Religionen und Weltanschauungen engagiert, so z.B. in der Ehemaligenarbeit des stipendienwerksübergreifenden Programms Dialogperspektiven: Religionen und Weltanschauungen im Gespräch.
Sophie Wohlgemuth
Leitung AG 3 "Sprechen und Ansprechen" (zusammen mit Rea Eldem)
Sophie Wohlgemuth ist ein Textmensch und übersetzt, korrigiert und lektoriert freiberuflich wissenschaftliche Texte mit einem besonderen Augenmerk auf gendersensible Sprache. Sie stellt sich seit Beginn ihres Studiums Kultur und Technik an der Technischen Universität Berlin die Frage, wie akademisches Wissen vermittelt und erweitert werden kann. Bei dem Verlagsprojekt botopress experimentiert sie als Herausgeberin mit innovativen Diskursformaten. Außerdem hat Sophie in bereits fünf verschiedenen Forschungsprojekten an diversen TUB Einrichtungen gearbeitet. Ihre persönlichen Highlights: Die Konzeption und Durchführung einer erstmalig simultanen internationalen Abschlusskonferenz für fünf EU-Projekte in Brüssel und die Betreuung der Teilnehmer_innen an der vom China Zentrum organisierten Summer School an der Tongi University Shanghai. Mit Rea Eldem gemeinsam hat Sophie 2018 gemeinsam we perspective gegründet um Organisationen bei der Durchführung von Gender- und Diversitätsstrategien zu unterstützen.
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